• TERMINE

  • BANNER

  • EMPFEHLUNGEN

  • Suchen

  • Themen…

  • Kategorien...

  • Rechten Terror bekämpfen!

    Antifaschistischen Widerstand aufbauen!

    Aufruf zur Demonstration am 22. Juni in München:

    Was viele von uns schon vermutet haben, hat sich diese Woche bestätigt. Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) kommt aus der Naziszene: Stephan Ernst. Er ist rechter Gewalttäter seit den 1990ern: er beging eine homofeindlich-rassistische Messerattacke 1992. Er verübte einen Bombenanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft 1993. Mit einem Nazi-Mob griff er 2009 eine 1. Mai-Demonstration von Gewerkschaften an. Ernst war in der NPD, spendete an die AfD, hatte Kontakte zu rechtsterroristischen Netzwerken wie Combat 18, hortete Waffen in seiner Wohnung. Er hat eine einschlägige rechte Organisierungs- und Gewaltbiografie. Weil Walter Lübcke humanitäre Grundwerte im Umgang mit Geflüchteten verteidigte, war er seit Jahren Ziel von massiver rechter Hetze und Morddrohungen. Am 2. Juni 2019 wurde Lübcke auf der Terrasse seines Wohnhauses mit einem Kopfschuss getötet – eine Hinrichtung ähnlich den Morden des NSU.

    Es ist kein Jahr her, da waren wir alle unter dem Motto „Kein Schlussstrich“ auf der Straße. Unsere Forderung ist: Die Aufklärung über und der Kampf gegen rassistische, neonazistische und rechtsterroristische Strukturen darf nicht enden. Denn auch nach dem NSU ging der rechte und rassistische Terror weiter. Während einige wenige Nazis zu mehr oder weniger langen Strafen verurteilt wurden, wurden die Strukturen, die den NSU unterstützten und seine Morde ermöglichten, bis heute nicht angeklagt. Seit Jahren fliegen immer wieder rechte Gruppen auf, die Waffen und Munition sammeln und Todeslisten politischer Gegner_innen anlegen. Der Mord an Lübcke muss vor dem Hintergrund terroristischer Strategiedebatten nach dem NSU in der Naziszene verstanden werden. Während die tagtägliche Gewalt gegen Geflüchtete und migrantisch gelesene Menschen andauert, verschiebt sich der strategische Fokus auf das politische Establishment, das den vermeintlichen „Volkstod“ vorbereitet. Es geht nun verstärkt um die Jagd auf den politischen Feind, auf vermeintliche oder reale Unterstützer_innen von Geflüchteten, auf Antirassist_innen und Antifaschist_innen. (weiterlesen)

    Demonstration: Samstag 22.6.19 – Stiglmaierplatz – 14 Uhr


    Veranstaltung zu deutschen Massakern und Kriegsverbrechen

    Am 4. Juni sprechen Dr. Efsthatios Chaitidis, Dr. Aristomenis Syngelakis und Pandora Ndoni im DGB-Haus zu den Kriegsverbrechen der 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division in Griechenland und den Massakern der 1. Gebirgsdivision in Albanien und im Epirus.

    Efstathios Chaitidis verlor seine Mutter und seine vier Geschwister in der „Säuberungsaktion“ der 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division in Pýrgoi. Er selbst und sein Vater retteten sich in die umliegenden Berge, wo sie sich tagelang versteckt hielten. Als sein Vater wenige Jahre nach Kriegsende vom griechischen Staat als vermeintlich Linker zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde, blieb er als Vollwaise zurück.
    Dem Stigma als „Kind eines Linken“ ausgeliefert, blieben ihm in Griechenland der 50er Jahre kaum Möglichkeiten, sein Leben frei zu gestalten. Höhere Bildung und Arbeitsmöglichkeiten wurden ihm
    verwehrt, sodass er schließlich auswanderte. Nach Deutschland.

    Genauso erfreut sind wir, dass Pandora Ndoni, die mit sieben Jahren das Massaker der Gebirgsjäger in ihrem Heimatdorf Borovë/Albanien überlebt hat, unsere Einladung nach Deutschland angenommen hat.

    Pandora Ndoni, überlebte mit sieben Jahren das Massaker der Gebirgsjäger in ihrem Heimatdorf Borovë/Albanien. Am 6. Juli 1943 zerstörten Angehörige der 1. Gebirgs-Division auf ihrem Weg nach Nordgriechenland das Dorf Borovë im Süden Albaniens vollständig und töteten 107
    Menschen.

    Der dritte Gast, Aristomenis Syngelakis aus dem Märtyrerort Viannos auf Kreta, kämpft seit vielen Jahren zusammen mit seinen Mitstreitern aus dem “Nationalrat”, aus den griechischen Partisanenverbänden und aus dem Märtyrerorten für eine gerechte Lösung in der Entschädigungsfrage. Der “Nationalrat für die Entschädigungsforderungen Griechenlands gegenüber Deutschland” ist ein Zusammenschluss von griechischen Widerstandsverbänden und Opfergemeinden.

    4. Juni, DGB-Haus, Schwanthalerstr. 64
    Beginn: 19 Uhr

    Die Veranstaltung ist Teil der Liberation-Tour 2019 – Von Mittenwald nach Distomo!


    Antifa-Café

    Prekäre Arbeitswelten – Von digitalen Tagelöhnern bis zur Generation Praktikum
    mit Stefan Dietl

    Leiharbeit, Werkverträge, Minijobs, Befristungen – fast 40 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten inzwischen in diesen oder anderen prekären Arbeitsverhältnissen. Für die Betroffenen heißt das häufig niedrige Löhne, geringe soziale Absicherung und ständige Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.

    Seit die Agenda 2010 die Grundlage für den anhaltenden Boom prekärer Beschäftigung legte, stieg jedoch nicht nur die Zahl der betroffenen Arbeiter*innen kontinuierlich an, es entstanden auch immer neue Formen der Prekarität. Gerade durch die technischen Neuerungen der Internetökonomie ergeben sich für Unternehmen neue Möglichkeiten des Lohndumpings und der Umgehung gesetzlicher und tariflicher Rahmenbedingungen.

    In seinem Vortrag widmet sich Stefan Dietl daher insbesondere den prekären Beschäftigungsformen im digitalen Zeitalter wie dem »crowdworking« oder der »Gig-Work«. Er nimmt jedoch auch andere, bisher wenig beachtete atypische Beschäftigungsverhältnisse, wie der Arbeit auf Abruf, oder der Ausbeutung von Wanderarbeiter*innen unter die Lupe und gibt einen Einblick in die aktuellsten Entwicklungen der bereits seit Längerem in Deutschland etablierten Formen prekärer Arbeit wie der Leiharbeit, Minijobs, Befristungen oder Praktika.

    Beginn: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr
    6. Juni, Kafe Marat, Thalkirchnerstraße 102


    Gegen den 1000-Kreuze-Marsch in München

    Am 11. Mai wollen in München antifeministische Fundis gegen ein Recht auf Schwangerschaftsabbruch und damit gegen das Selbstbestimmungsrecht von schwangeren Personen auf die Straße gehen. Dagegen wird es Proteste geben:
    Treffpunkt für die feministische Demo am 10. Mai. ist 19:30 Uhr am Karl-Stützl-Platz.

    Am Samstag. den 11.5. geht es ab 13 Uhr vor der Frauenkirche los. Damit ihr wisst, wo es danach hingehen könnte, gibt es eine Aktionskarte. Ihr bekommt sie in gedruckter Form bei allen drei am Samstag angemeldeten Kundgebungen:

    - Kundgebung Pro Choice München 13:00-14:30 an der Frauenkirche
    - Kundgebung Frauen*streik 14:30 Haus der Kunst
    - Kundgebung NIKA-Bayern 14:30-19:00 Luitpoldbrücke

    Die Karte als PDF zum Download.
    Den EA erreicht ihn unter der 089 448 9638.

    Eure Bezugsgruppe hat ein Smartphone? Dann könnt Ihr Euch via Twitter unter dem Hashtag #muc1105 aktuelle Informationen einholen und teilen. Der „offizielle“ Account ist: @asa_muenchen.
    Alle Infos: prochoicemuc.noblogs.org


    Beyond Borders – Beyond Capitalism – Beyond Europe

    NIKA-Block auf der “Europa Für Alle”-Demo in München

    Die Europawahlen stehen an und dass die Fans von Vaterland, Faschismus und Ertrinkenlassen einen weiteren Sieg einfahren werden, ist quasi ausgemachte Sache. In der EU läuft es gerade ohnehin nicht so glatt. Großbritannien versucht sich der Freizügigkeit der EU-Arbeitskräfte zu entledigen, während sich Waren und Kapital weiterhin frei im EU-Binnenmark bewegen sollen und die Salvinihofers Nation und Heimatkitsch in Stellung bringen gegen „EUdSSR“ und Globalisierung. Am 19.5. soll unter dem Motto „Ein Europa für alle“ in vielen europäischen Städten gegen Nationalismus und Rassismus demonstriert werden, auch in München. Das finden wir erstmal gut, denn diejenigen, die sich dafür auf die Schultern klopfen, dass sie sich “von Kinderaugen nicht erpressen lassen“, haben wir eh schon lange auf dem Kieker. Wenn der nationalistischen Internationalen allerdings ein Patriotismus des liberalen Europa entgegengehalten wird, machen wir nicht mit und das nicht nur weil dieses Europa ein relativ exklusiver Club mit mörderischen Außengrenzen ist. (weiterlesen)


    Antifa-Café

    Beim Antifa-Café im Mai geht es um die aktuelle Situation an der Grenze Marokko-Spanien:

    Die vergessene Grenze?

    Das letzte Jahr hat ein weiteres Mal gezeigt, wie die EU den Schutz ihrer Grenzen über den Schutz der Menschen und ihrer Rechte stellt. Diktatoren werden zu Verbündeten, Seenotrettung wird kriminalisiert und die Grenzen selbst immer weiter ausgelagert. Während die EU somit das vermeintliche Ende ihrer Flüchtlingskrise feiert, sind Millionen Menschen weiterhin dazu gezwungen vor den Toren Europas ihre Würde, ihre Freiheit und – viel zu oft – ihr Leben zu opfern. Berichte über die Missstände und Repressionen entlang der Balkanroute, Libyen und der zentralen Mittelmeerroute dominieren die Medien. Doch obwohl die spanisch-marokkanische Grenze Hauptmigrationsroute im vergangenen Jahr war, ist diese medial vollkommen aus dem Fokus geraten.
    Jedoch ist vor allem die Doppelrolle Marokkos als Leitfigur der Afrikanischen Union und enger Verbündeter der EU in Fragen Migration von großer Bedeutung. Erst im vergangenen Dezember präsentierte sich das Königreich als zukunftsweisendes Land und lud die internationale Gemeinschaft zur Unterzeichnung des UN-Migrationspaktes nach Marrakesch.
    Gleichzeitig ist die Situation migrierender Menschen in Marokko nach wie vor katastrophal und nicht länger hinnehmbar. Es gibt regelmäßige außerrechtliche Massenverschleppungen, Hausdurchsuchungen, Plünderungen und willkürliche Inhaftierungen durch den rassistischen und repressiven Staat. Bei dem Versuch dieser Gewalt zu entkommen und nach Europa zu gelangen, verschwanden, also starben, allein im letzten Jahr mindestens 800 Menschen. Durch die Externalisierung der Außengrenzen unterstützt und finanziert die EU mit ca. 148 Millionen € jährlich weiter das Morden im Mittelmeer.
    Der Vortrag gibt einen Überblick über die aktuelle Situation an der marokkanisch-spanischen Grenze und spricht über Möglichkeiten und Schwierigkeiten aktivistischer Strukturen, explizit in der Grenzstadt Tanger.

    Wie immer gibt es außerdem Antifa-News, Essen und Musik

    2. Mai, Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102)
    Beginn: 20 Uhr / Vortrag: 21 Uhr


    Gegen den 1000-Kreuze-Marsch

    Radikale Abtreibungsgegner*innen planen am 11. Mai 2019 erneut einen Marsch der „1000 Kreuze für das Leben“ durch die Münchner Innenstadt, um so gegen Schwangerschaftsabbrüche zu protestieren.

    Diese antifeministische Hetze wird nicht unwidersprochen bleiben. So wird es am 10. Mai eine Demonstration durch München geben, die um 19:30 Uhr am Karl-Stützel-Platz startet. Am 11. Mai 2019 finden dann ab ca 13 Uhr die Proteste gegen den „1000 Kreuze Marsch“ in der Innenstadt statt. Achtet auf Ankündigungen.

    Alle wichtigen Infos gibt es bei Pro Choice München


    Keine Ruhe den Nazis

    Gegen die jährliche Reinhold-Elstner-Mahnwache der Neonazis wird auch dieses Jahr zu Protesten aufgerufen:

    Auch in diesem Jahr soll am 25. April auf dem Max-Joseph-Platz vor der Oper von 20 bis 21 Uhr die neonazistische Mahnwache “Reinhold Elstner – Dein Tod ist uns Fanal” stattfinden. 1995 hatte sich an diesem Tag der Holocaustleugner und ehemalige Wehrmachtssoldat Elstner vor der Feldherrnhalle selbst angezündet.

    Die Stilisierung des Altnazis Elstner zum Opfer stellt eine Verhöhnung der Verfolgten und Ermordeten des Nationalsozialismus dar.

    Kommt zu den antifaschistischen Protesten gegen die Nazi-”Gedenkwache” um 19:45 auf dem Max-Joseph-Platz vor der Oper!


    Time to act – Antifaschistische Skills

    Skillsharing-Tag am 27. April.

    Der gesellschaftliche Rechtsruck hält an: Die AfD schwimmt nach wie vor auf einer Welle des Erfolges, die Hetze verschiedenster rechter Akteure bestimmt nachwievor viele gesellschaftliche Debatten. Und während nach wie vor Hunderte Geflüchtete im Mittelmeer ertrinken, bauen AfD, CDU/CSU, SPD sowie Teile von Grünen und Linkspartei kräftig weiter an der Festung Europa, kriminalisieren die Menschenrettung durch Seenotrettungsorganisationen und geben sich alle Mühe, diejenigen die es dennoch nach Deutschland schaffen, schnellstmöglich wieder abzuschieben. Rassistische und antifeministische Aussagen werden gesellschaftlich diskutiert als wären sie eine Meinung unter vielen und nicht pure Menschenverachtung und selbst Rechtsterrorismus ist derart zur Normalität geworden, dass er vielen Medien kaum noch ausführliche Berichterstattung wert ist. Auch die Neonaziszene befindet sich im Aufschwung: Gerade im Osten, aber auch im bayerischen Hinterland kann diese vielerorts ungestört agieren, oft mit stillschweigender Duldung oder gar insgeheimer Unterstützung der lokalen Bevölkerung. Viel zu tun gibt es für Antifaschist*innen somit auf jeden Fall.

    Die Mitmach-Kampagne Nationalismus ist keine Alternative (NIKA) Bayern hat sich zum Ziel gesetzt sowohl linke und antifaschistische Gegenbewegungen zum Rechtsruck zusammenzuführen, als auch sichtbarer und schlagkräftiger zu machen. Doch eine kontinuierliche Arbeit gegen AfD, CSU und Co verlangt von uns bestimmte Fähigkeiten und Wissen. Diese zu vermitteln ist das Ziel des NIKA-Skillsharingtages „Time to act“. (weiterlesen)


    Neuer PGP-Key (04/2019)

    Wir haben einen neuen PGP-Key. Ihr findet ihn wie gewohnt unter KONTAKT oder klickt einfach hier.


    Ältere Beiträge »